Was ist ein Website-Relaunch?
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Ein Website-Relaunch ist die grundlegende Neuentwicklung einer bestehenden Website unter derselben Domain: Struktur, Inhalte, Gestaltung und in der Regel auch die Technik werden neu aufgesetzt. Damit unterscheidet er sich von zwei benachbarten Vorhaben, die oft gleich benannt werden. Ein Redesign ändert nur das Aussehen und lässt Struktur und Adressen unberührt; es ist deutlich günstiger und für die Sichtbarkeit fast risikofrei. Eine Migration verlagert eine Seite technisch, etwa auf ein anderes System oder einen anderen Anbieter, ohne inhaltlich etwas zu ändern. Der Relaunch ist die aufwendigste der drei Varianten, weil er alle Ebenen anfasst, und die einzige, bei der Adressen wegfallen oder zusammengelegt werden. Genau daraus entsteht das Risiko, das den ganzen Ablauf bestimmt: Jede Adresse, die verschwindet, ohne dass ihr Nachfolger benannt ist, nimmt ihre Platzierung mit. Deshalb entscheidet die vollständige Liste der alten Adressen über den Erfolg und nicht der Entwurf.
Was kostet ein Website-Relaunch?
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Für eine fokussierte Firmenwebsite mit rund acht bis fünfzehn Seiten liegen die üblichen Marktkorridore bei etwa 6.000 bis 18.000 €. Mit mehr Seiten, eigener Bildsprache, Mehrsprachigkeit oder angebundenen Systemen bewegt sich das Vorhaben in Richtung 18.000 bis 45.000 €. Ein Onlineshop beginnt in der Praxis bei etwa 25.000 € und reicht je nach Artikelzahl, Zahlungswegen und Anbindung an die Warenwirtschaft bis rund 90.000 €. Häufig zitierte Zahlen von 100.000 € und mehr stammen aus Konzern- und Plattformprojekten mit mehreren Marken und Freigabeprozessen; für den Mittelstand sind sie kein sinnvoller Maßstab. Zwei Posten fehlen in vielen Angeboten und entscheiden über die Gesamtrechnung: der laufende Betrieb mit 150 bis 600 € im Monat, der über fünf Jahre schwerer wiegt als die Erstellung, und die Texterstellung, wenn sie nicht im Haus geleistet werden kann.
Wie lange dauert ein Website-Relaunch?
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Eine fokussierte Firmenwebsite ist typischerweise in vier bis acht Wochen online, größere Vorhaben mit Shop oder Systemanbindungen dauern entsprechend länger. Diese Spanne setzt allerdings voraus, dass die Inhalte verfügbar sind. Der häufigste Verzögerungsfaktor ist nicht die Technik, sondern der fehlende Text: Ein Relaunch, dessen Inhalte nebenbei im Tagesgeschäft entstehen sollen, dauert erfahrungsgemäß doppelt so lange wie geplant. Wer den Zeitplan halten will, hat zwei Möglichkeiten, und beide funktionieren: Jemand im Unternehmen blockt dafür feste Zeit, oder die Texterstellung wird mitbeauftragt. Nicht funktioniert die Annahme, es ergebe sich unterwegs. Rechnen Sie außerdem die Wochen nach dem Start mit ein: Bis Suchmaschinen die Seite neu bewertet haben, vergehen weitere zwei bis vier Wochen, in denen das Projekt noch Aufmerksamkeit braucht. Wer einen festen Termin hat, etwa eine Messe oder einen Produktstart, sollte den Go-live mindestens vier Wochen davor legen statt kurz danach.
Verliere ich beim Relaunch meine Google-Rankings?
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Nicht zwangsläufig, aber es ist das realistischste Risiko des ganzen Vorhabens, und es entsteht fast immer aus derselben Ursache: Alte Adressen laufen ins Leere, weil niemand sie einzeln auf ihr neues Ziel geführt hat. Dagegen hilft eine vollständige Liste aller bestehenden Adressen, für jede eine dauerhafte 301-Weiterleitung auf die inhaltlich passende neue Seite und eine Prüfung jedes Eintrags vor dem Start. Zwei weitere Fehler wirken ähnlich stark: eine Sammelweiterleitung aller alten Adressen auf die Startseite, die Suchmaschinen wie eine Fehlerseite behandeln, und eine Indexierungssperre, die versehentlich aus der Testumgebung mitwandert. Ein Rückgang in den ersten zwei bis vier Wochen ist normal und kein Anlass für Eingriffe. Hält er nach acht Wochen an, liegt ein Fehler vor, und dann lohnt die Suche im Zugriffsprotokoll des Servers. Dort steht, welche Adressen tatsächlich aufgerufen werden und mit einer Fehlerseite antworten.
Warum reicht es nicht, die eigene Weiterleitungsliste zu prüfen?
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Weil eine selbst erstellte Liste nur die Adressen enthält, an die man gedacht hat. Die wichtigsten alten Adressen sind häufig gerade die, die im Menü der alten Seite längst nicht mehr verlinkt waren: eine Unterseite, auf die ein Fachportal seit Jahren verweist, ein alter Beitrag, der bei einer bestimmten Frage gut platziert ist, eine Landingpage aus einer früheren Kampagne. Die verlässliche Quelle ist deshalb das Zugriffsprotokoll des Servers: Dort steht, welche Adressen tatsächlich aufgerufen werden und mit einer Fehlerseite antworten. Wir gehen bei eigenen Projekten so vor und haben es beim Umstieg dieser Website im August 2026 selbst gebraucht – drei Adressen liefen ins Leere, die in keiner Planung standen und die uns keine Prüfung der eigenen Liste gezeigt hätte. Praktisch heißt das: Das Protokoll wird nach Aufrufen mit Fehlerstatus durchsucht, die Treffer werden in Seiten, Dateien und Suchanfragen von Bots getrennt, und nur der erste Topf ist ein Befund.
Muss meine Website barrierefrei sein?
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Das hängt davon ab, was Sie anbieten und wem. Seit dem 28. Juni 2025 verlangt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz Barrierefreiheit für Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr gegenüber Verbrauchern – also für Onlineshops, Apps und elektronische Kontaktmöglichkeiten im Geschäft mit Endkunden. Zwei Ausnahmen sind für den Mittelstand entscheidend: Angebote ausschließlich im B2B-Bereich fallen nicht darunter, und Dienstleister mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz sind ausgenommen. Die verbreitete Kurzfassung, ab Juni 2025 müssten alle Websites barrierefrei sein, ist in dieser Form also nicht richtig. Die technische Referenz ist die Norm EN 301 549, die auf die Erfolgskriterien der WCAG 2.1 verweist. Ob Ihr konkretes Angebot erfasst ist, gehört in die rechtliche Prüfung; wir beschreiben die Lage, ordnen aber keinen Einzelfall ein. Für die Planung heißt das: Klären Sie die Einordnung, bevor gestaltet wird, denn eine Nachrüstung kostet erfahrungsgemäß 15 bis 30 Prozent zusätzlich.
Lohnt sich Barrierefreiheit auch ohne Pflicht?
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In den meisten Fällen ja, und zwar aus Gründen, die nichts mit dem Gesetz zu tun haben. Die Maßnahmen überschneiden sich fast vollständig mit dem, was eine Seite ohnehin besser macht: klare Überschriftenhierarchien, ausreichende Kontraste, beschriftete Formularfelder, Bedienbarkeit über die Tastatur, Alternativtexte für Bilder. Dieselbe Struktur, die einen Screenreader durch die Seite führt, hilft Suchmaschinen und KI-Assistenten beim Erfassen der Inhalte – der Aufwand zahlt zweimal. Dazu kommt der Kostenpunkt: Von Anfang an mitgedacht ist Barrierefreiheit ein Bestandteil der Gestaltung, nachträglich eingebaut kostet sie erfahrungsgemäß 15 bis 30 % zusätzlich, weil Vorlagen und Inhalte erneut angefasst werden. Wenn ein Relaunch ohnehin ansteht, ist es der günstigste Zeitpunkt, den es gibt. Und es gibt einen dritten Grund: Ein Teil Ihrer Kunden nutzt Vergrößerung, Tastaturbedienung oder Vorlesefunktionen, ohne das je zu erwähnen. Diese Anfragen fehlen einfach, und in keiner Statistik steht, warum.
Wie oft sollte man eine Website relaunchen?
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Ein starrer Rhythmus ist der falsche Maßstab, auch wenn häufig von fünf bis sieben Jahren die Rede ist. Sinnvoller sind Auslöser: Das eingesetzte System bekommt keine Sicherheitsaktualisierungen mehr, die Seite ist auf dem Telefon nicht ordentlich bedienbar, jede inhaltliche Änderung erfordert einen Dienstleister, ein Shop oder eine Systemanbindung kommt dazu, oder die Struktur bildet das heutige Geschäft nicht mehr ab. Trifft keiner dieser Punkte zu, ist ein Relaunch verfrüht – dann bringen laufende Verbesserungen an Inhalten und Ladezeit deutlich mehr pro eingesetztem Euro. Trifft einer zu, hilft Abwarten nicht: Ein System ohne Aktualisierungen wird nicht sicherer, und eine Struktur, die das Geschäft nicht abbildet, lässt sich nicht durch mehr Unterseiten reparieren. Der pragmatische Prüftermin ist einmal im Jahr: Ladezeit, mobile Bedienbarkeit, Sicherheitsstand des Systems und die Frage, ob die Struktur noch zum heutigen Angebot passt. Vier Punkte, eine Stunde, und Sie wissen, ob das Thema ansteht.
Können wir den Relaunch mit unserem bestehenden Team machen?
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Teilweise, und die Aufteilung entscheidet über den Zeitplan. Was im Unternehmen bleiben sollte, sind die Entscheidungen: welche Themen die Seite abdecken muss, welche Anfragen sie auslösen soll und welche Fachinhalte stimmen müssen. Das kann niemand von außen besser beantworten. Was regelmäßig unterschätzt wird, sind drei Aufgaben, die Übung erfordern: die vollständige Aufnahme des Adressbestands samt Weiterleitungen, die strukturierte Datenauszeichnung und die Prüfung nach dem Start. Genau dort entstehen die Fehler, die Monate später als Sichtbarkeitsverlust auffallen und dann schwer zuzuordnen sind. Eine praktikable Teilung ist deshalb: Inhalte und Fachentscheidungen im Haus, Struktur, Technik und die Prüfung nach dem Go-live extern – und ein gemeinsamer Termin in Woche acht, an dem bilanziert wird. Wichtig ist dabei nur eine Zuständigkeit: Eine Person im Unternehmen muss entscheidungsbefugt sein und erreichbar bleiben. Projekte mit vier Beteiligten, die alle mitreden und keiner entscheidet, dauern doppelt so lange wie solche mit einem klaren Ansprechpartner.