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Website-Relaunch: Ablauf, Kosten und wie die Sichtbarkeit erhalten bleibt

Am Design scheitert ein Relaunch selten. Er scheitert daran, dass nach dem Start alte Adressen ins Leere laufen und die Platzierungen mitnehmen. Dieser Artikel zeigt den Ablauf in sechs Phasen, die realistischen Kostenkorridore für den Mittelstand und die Pflichtliste, mit der die Sichtbarkeit erhalten bleibt.

  • 14 Min. Lesezeit
  • Aus dem eigenen Relaunch im August 2026
  • Zuletzt geprüft: August 2026
Team plant einen Website-Relaunch am Bildschirm in einem hellen, modernen Büro
Die kurze Antwort

Was ein Website-Relaunch ist – und was ihn von Redesign und Migration trennt

Ein Website-Relaunch ist die grundlegende Neuentwicklung einer bestehenden Website unter derselben Domain: Struktur, Inhalte, Gestaltung und in der Regel auch die Technik werden neu aufgesetzt. Er dauert bei einer fokussierten Firmenwebsite typischerweise vier bis acht Wochen und liegt im Mittelstand in einem Korridor von etwa 6.000 bis 18.000 €.

Der Begriff wird für drei Vorhaben benutzt, die unterschiedlich viel Risiko tragen. Die Unterscheidung lohnt sich, weil sie über Aufwand und Vorsichtsmaßnahmen entscheidet:

  • Ein Redesign ändert nur das Aussehen. Struktur und Adressen bleiben, damit ist es günstig und für die Sichtbarkeit nahezu risikofrei.
  • Eine Migration verlagert die Seite technisch, etwa auf ein anderes System, ohne inhaltlich etwas zu verändern.
  • Ein Relaunch fasst alle Ebenen an und ist der einzige der drei Fälle, bei dem Adressen wegfallen oder zusammengelegt werden.

Aus diesem letzten Punkt entsteht das eigentliche Risiko: Jede Adresse, die verschwindet, ohne dass ihr Nachfolger benannt ist, nimmt ihre Platzierung mit. Der gesamte weitere Ablauf ist darauf ausgelegt, das zu verhindern.

Die Anlässe

Sechs Anlässe, an denen ein Relaunch fällig wird – und einer, der keine Abwägung zulässt

Ein Relaunch nach Kalender ist selten begründet. Diese sechs Auslöser sind es, und sie unterscheiden sich in ihrer Dringlichkeit erheblich:

Anlass 1

Das System bekommt keine Updates mehr

Ein Content-Management-System ohne Sicherheitsaktualisierungen ist keine Website mehr, sondern eine offene Tür. Dasselbe gilt für Erweiterungen, deren Hersteller die Pflege eingestellt hat. Das ist der einzige Anlass in dieser Liste, der keine Abwägung zulässt: Hier entscheidet nicht der Nutzen, sondern das Risiko.

Anlass 2

Die Seite findet niemand, obwohl es sie gibt

Wenn Suchmaschinen und KI-Assistenten Ihr Angebot nicht ausspielen, liegt es selten am Text allein. Häufiger sind es eine Struktur, die kein Thema klar abbildet, fehlende Seiten für die Fragen Ihrer Kunden und eine Technik, die den Abruf verlangsamt. Diese drei Punkte lassen sich in einem gewachsenen Aufbau kaum nachrüsten.

Anlass 3

Auf dem Telefon ist die Seite unbenutzbar

Der größte Teil der Erstkontakte entsteht heute mobil. Eine Seite, die dort nur verkleinert dargestellt wird statt eigens gestaltet zu sein, verliert Anfragen, ohne dass es in einer Statistik als Fehler auftaucht. Sie sehen nur, dass wenig hereinkommt.

Anlass 4

Jede Änderung braucht einen Dienstleister

Wenn eine neue Stellenanzeige, ein geänderter Preis oder ein zusätzliches Teammitglied ein Ticket und eine Rechnung erfordert, arbeitet die Website gegen Sie. Über Jahre summiert sich das zu einem Betrag, mit dem ein Relaunch längst bezahlt wäre – und Inhalte veralten, weil ihre Pflege Aufwand bedeutet.

Anlass 5

Ein Onlineshop kommt dazu oder Systeme sollen anbinden

Sobald Bestellungen, Warenbestände oder Termine im Spiel sind, wird aus der Website ein Bestandteil Ihrer Abläufe. Eine Seite, die als Broschüre gebaut wurde, trägt das nicht: Sie braucht Schnittstellen zum Warenwirtschafts- oder ERP-System, saubere Datenflüsse und eine Rechtelogik. Das ist ein Neubau, kein Umbau.

Anlass 6

Barrierefreiheit ist zur Pflicht geworden

Wer Verbrauchern gegenüber elektronisch Geschäfte abschließt, muss seit dem 28. Juni 2025 barrierefrei sein. Ob das auf Ihr Angebot zutrifft, hängt davon ab, was Sie anbieten und an wen – dazu weiter unten ein eigener Abschnitt, weil die verbreitete Kurzfassung „gilt für alle“ nicht stimmt.

Der Weg dorthin

Der Relaunch in sechs Phasen: von der Adressliste bis zur Bilanz in Woche acht

Die Reihenfolge ist nicht beliebig. Zwei der sechs Phasen werden regelmäßig übersprungen, und beide sind die, in denen sich über den Erfolg entscheidet:

  1. Phase 1: Bestand aufnehmen, bevor irgendetwas entworfen wird

    Am Anfang steht eine Liste aller bestehenden Adressen mit ihren Zugriffszahlen, Rankings und eingehenden Verweisen. Diese Liste ist das wichtigste Dokument des ganzen Projekts: Sie entscheidet später darüber, welche Seiten erhalten bleiben, welche zusammengelegt werden und wohin die alten Adressen zeigen. Wer sie nicht anlegt, kann den Erfolg des Relaunchs hinterher nicht messen, weil der Vergleichsmaßstab fehlt.

  2. Phase 2: Ziele und Struktur festlegen

    Erst wenn klar ist, welche Anfragen die Seite auslösen soll, lässt sich die Struktur bestimmen. In der Praxis heißt das: eine Seite je Thema, das ein Kunde tatsächlich sucht, und keine Seite, die nur existiert, weil eine Abteilung darauf besteht. Die Struktur ist eine Vertriebsentscheidung, keine Geschmacksfrage, und sie gehört vor das Design.

  3. Phase 3: Inhalte schreiben – der Punkt, an dem Projekte liegen bleiben

    Der häufigste Grund für Verzögerungen ist nicht die Technik, sondern der fehlende Text. Ein Relaunch, dessen Inhalte „nebenbei im Tagesgeschäft“ entstehen sollen, dauert erfahrungsgemäß doppelt so lange wie geplant. Entweder blockt jemand im Unternehmen dafür feste Zeit, oder die Texterstellung wird mitbeauftragt. Beides funktioniert; nur die Annahme, es ergebe sich, funktioniert nicht.

  4. Phase 4: Gestaltung und Umsetzung

    Gestaltet wird auf der Struktur und den Texten, nicht auf Platzhaltern. Parallel entstehen die Dinge, die man später nicht mehr nachziehen kann, ohne Adressen zu ändern: die Adressstruktur selbst, die Seitentitel, die Datenauszeichnung für Suchmaschinen und die Prüfung gegen die Kriterien der Barrierefreiheit.

  5. Phase 5: Weiterleitungen bauen und einzeln prüfen

    Jede alte Adresse braucht ein Ziel, und zwar eine dauerhafte Weiterleitung auf die inhaltlich passende neue Seite. Nicht auf die Startseite: Eine Sammelweiterleitung dorthin wird von Suchmaschinen wie ein Fehler behandelt und gibt die Bewertung der alten Seite nicht weiter. Geprüft wird jeder Eintrag einzeln, vor dem Go-live, nicht danach.

  6. Phase 6: Go-live und die Wochen danach

    Der Start ist der Anfang der Arbeit, nicht ihr Ende. In den ersten Wochen werden Fehlerseiten ausgewertet, die neue Adressliste bei den Suchmaschinen eingereicht und die Rankings der wichtigsten Seiten beobachtet. Ein Rückgang in den ersten zwei bis vier Wochen ist normal, weil Suchmaschinen die Seite neu bewerten. Ein Rückgang, der nach acht Wochen anhält, ist ein Befund.

Bevor Sie Angebote einholen: In 30 Minuten sortieren wir mit Ihnen, was Ihr Relaunch wirklich umfassen muss – und was Sie sich sparen können.

Die Investition

Was ein Website-Relaunch kostet: Korridore für den Mittelstand

Die folgenden Werte sind Marktkorridore aus veröffentlichten Kostenaufstellungen und aus Angeboten, die uns Kunden in Erstgesprächen vorgelegt haben – keine Preisliste. Was Ihr Vorhaben kostet, hängt vor allem am Umfang der Inhalte, nicht an der Technik.

Stand August 2026, Deutschland. Wir nennen bewusst keine eigenen Pauschalen: Der Aufwand entscheidet sich an Ihren Inhalten, und den kennen wir erst nach dem Gespräch.
Vorhaben Marktkorridor Was den Aufwand bestimmt
Firmenwebsite, fokussiert6.000 – 18.000 €Rund 8 bis 15 Seiten, eigene Gestaltung, Texte überarbeitet, Standardtechnik. Der Korridor, in dem sich die meisten Mittelständler wiederfinden.
Firmenwebsite mit Ausbau18.000 – 45.000 €Mehr Seiten, eigene Bildsprache, mehrsprachig, Karriereportal oder Anbindung an ein Terminsystem. Hier steigt der Aufwand vor allem durch Inhalte, nicht durch Technik.
Onlineshop25.000 – 90.000 €Abhängig von der Zahl der Artikel, den Zahlungs- und Versandwegen und davon, ob Bestellungen und Bestände an ein Warenwirtschafts- oder ERP-System übergeben werden.
Konzern- und Plattformprojekteab 100.000 €Mehrere Marken oder Märkte, Redaktionsprozesse mit Freigaben, Anbindung an bestehende Systemlandschaften. Der Bereich, aus dem die häufig zitierten Agenturzahlen stammen.
Laufender Betrieb150 – 600 € im MonatHosting, Aktualisierungen, Sicherung, kleine Änderungen. Wird in Angeboten regelmäßig unterschätzt und ist über fünf Jahre der größere Posten als die Erstellung.
Barrierefreiheit als Nachrüstung+ 15 bis + 30 %Deutlich teurer als von Anfang an mitgedacht, weil Gestaltung, Vorlagen und Inhalte erneut angefasst werden müssen.

Der Posten, der in Angeboten regelmäßig fehlt

Verglichen wird meist die Erstellung, entschieden wird über fünf Jahre. In diesem Zeitraum übersteigt der laufende Betrieb mit Hosting, Aktualisierungen, Sicherung und kleinen Änderungen die einmaligen Kosten regelmäßig. Fragen Sie deshalb bei jedem Angebot nach den monatlichen Kosten und danach, welche Änderungen darin enthalten sind und welche als Auftrag abgerechnet werden.

Wo Sie tatsächlich sparen können

Nicht an der Technik und nicht an den Weiterleitungen – dort sind die Beträge klein und die Folgen eines Fehlers groß. Sparen lässt sich beim Umfang: weniger Seiten, die dafür jeweils eine Frage vollständig beantworten. Zehn gute Seiten holen mehr Anfragen als vierzig halbfertige, und sie sind über Jahre pflegbar. Der zweite Hebel sind die Inhalte: Wer Texte und Bildauswahl im Haus leisten kann, senkt die Rechnung deutlich – aber nur, wenn dafür wirklich Zeit eingeplant ist.

Sichtbarkeit halten

Die Pflichtliste: acht Punkte, ohne die ein Relaunch Platzierungen kostet

Diese Liste ist der Kern des Projekts und der Grund, warum ein Relaunch mehr ist als eine Gestaltungsaufgabe. Jeder Punkt wird vor dem Start abgearbeitet und einzeln geprüft:

Reihenfolge nach Wirkung: Die ersten drei Punkte verursachen die überwiegende Mehrheit der Sichtbarkeitsverluste nach einem Relaunch.
Was zu tun ist Warum es über die Sichtbarkeit entscheidet
Vollständige Adressliste des AltbestandsAus Server-Log, Analysetool und Suchkonsole zusammengeführt, nicht aus dem Menü der alten Seite abgeschrieben. Die wichtigsten Adressen sind oft die, die niemand mehr im Menü verlinkt hat.
Dauerhafte Weiterleitung je AdresseEine 301-Weiterleitung auf die inhaltlich nächste neue Seite. Vorübergehende Weiterleitungen geben die Bewertung nicht weiter, und Sammelweiterleitungen auf die Startseite werden wie Fehlerseiten behandelt.
Nur eine erreichbare Form je SeiteMit und ohne www, mit und ohne abschließenden Schrägstrich, mit und ohne Dateinamen: Jede Variante, die eigenständig antwortet, ist eine zweite Fassung derselben Seite und teilt deren Bewertung.
Seitentitel und Beschreibungen übernommenFür jede erhaltene Seite bewusst entschieden, nicht vom neuen System automatisch erzeugt. Ein Relaunch, der alle Titel auf den Firmennamen setzt, verliert Platzierungen ohne erkennbaren technischen Fehler.
Datenauszeichnung neu aufgebautStrukturierte Daten zu Unternehmen, Standorten, Leistungen und Fragen. Sie sind die Grundlage dafür, dass Suchmaschinen und KI-Assistenten Angaben übernehmen, statt sie zu erraten.
Interne Verweise auf die neue Struktur gezogenVerweise im Text, die noch auf alte Adressen zeigen, laufen zwar über die Weiterleitung, kosten aber Ladezeit und schwächen das Signal. Sie gehören direkt auf das neue Ziel.
Indexierung freigegeben und geprüftDer wirksamste Einzelfehler eines Relaunchs ist die Sperre für Suchmaschinen, die aus der Testumgebung mitgewandert ist. Am Tag des Starts wird sie ausdrücklich geprüft, nicht vermutet.
Neue Adressliste eingereichtSitemap in der Suchkonsole hinterlegen und, wo möglich, die Änderungen aktiv melden. Das beschleunigt die Neubewertung, ersetzt sie aber nicht.

Wie wir das bei unserem eigenen Relaunch gemacht haben

Diese Website ist am 1. August 2026 selbst relauncht worden, von einem Content-Management-System auf eine statisch ausgelieferte Seite. Der Weiterleitungsplan liegt dabei nicht in einem Konfigurationsdialog, sondern als dokumentierte Tabelle im Projekt, und ein Skript prüft jeden Eintrag gegen die laufende Seite: dauerhafte Weiterleitung statt vorübergehender, das Ziel muss selbst erreichbar sein, und dasselbe noch einmal ohne abschließenden Schrägstrich. Zwei Befunde kamen erst im Betrieb dazu, und in keinem Ratgeber standen sie: Ein vorgeschalteter Zwischenspeicher lieferte nach dem Umstieg minutenlang weiter den alten Stand aus, und zwei Adressvarianten derselben Seite antworteten eigenständig, was jeweils eine zweite crawlbare Fassung erzeugte. Beides ließ sich nur finden, weil nach dem Start gemessen wurde und nicht angenommen.

Barrierefreiheit

Was das BFSG seit Juni 2025 verlangt – und für wen es nicht gilt

Die Rechtslage in vier Sätzen

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025. Erfasst sind Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr gegenüber Verbrauchern, also Onlineshops, Apps und elektronische Kontaktmöglichkeiten im Geschäft mit Endkunden. Angebote ausschließlich im B2B-Bereich fallen nicht darunter, und Dienstleister mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz sind ausgenommen. Verstöße können mit Bußgeldern bis 100.000 € geahndet werden.

Die verbreitete Kurzfassung, ab Juni 2025 müsse jede Website barrierefrei sein, ist in dieser Form also nicht richtig – und die Unterscheidung ist für einen Mittelständler keine Feinheit, sondern der Unterschied zwischen einer Pflicht und einer Entscheidung. Die technische Referenz ist die Norm EN 301 549 in der Fassung V3.2.1, deren Abschnitt 9 auf die Erfolgskriterien der WCAG 2.1 verweist.

Ob Ihr konkretes Angebot erfasst ist, gehört in die rechtliche Prüfung. Wir beschreiben hier die Lage und ordnen ausdrücklich keinen Einzelfall ein.

Warum wir es auch ohne Pflicht empfehlen

Die Maßnahmen sind fast identisch mit dem, was eine Seite ohnehin besser macht: klare Überschriftenhierarchien, ausreichende Kontraste, beschriftete Formularfelder, Bedienbarkeit über die Tastatur, Alternativtexte für Bilder. Dieselbe Struktur, die einen Screenreader sinnvoll durch die Seite führt, hilft Suchmaschinen und KI-Assistenten beim Erfassen der Inhalte. Der Aufwand zahlt an zwei Stellen.

Dazu kommt die Rechnung: Von Anfang an mitgedacht ist Barrierefreiheit Bestandteil der Gestaltung. Nachträglich eingebaut kostet sie erfahrungsgemäß 15 bis 30 % zusätzlich, weil Vorlagen, Farbwerte und Inhalte erneut angefasst werden müssen. Wenn ein Relaunch ohnehin ansteht, ist es der günstigste Zeitpunkt, den es überhaupt gibt.

Nach dem Start

Die ersten acht Wochen nach dem Go-live: was gemessen wird und wann Eingreifen schadet

Der Start ist der Anfang der Arbeit. Diese vier Schritte entscheiden darüber, ob ein Rückgang ein Übergangseffekt bleibt oder ein Dauerzustand wird:

  1. Woche 1: Fehlerseiten aus dem Server-Log auswerten

    Nicht die eigene Weiterleitungsliste prüfen, sondern das Zugriffsprotokoll des Servers: Dort steht, welche Adressen tatsächlich aufgerufen werden und ins Leere laufen. Wer nur die eigene Liste kontrolliert, findet ausschließlich die Fehler, die er bereits kennt. Wir haben nach unserem eigenen Umstieg genau so drei Adressen gefunden, die in keiner Planung standen.

  2. Woche 1: Zwischengeschaltete Zwischenspeicher leeren

    Liegt ein Cache vor der Seite, liefert er nach dem Umstieg womöglich noch den alten Stand aus, während der Server längst den neuen kennt. Das erzeugt Fehlerbilder, die sich nicht reproduzieren lassen, weil sie von Besucher zu Besucher unterschiedlich auftreten.

  3. Woche 2 bis 4: Rückgang beobachten, nicht sofort eingreifen

    Suchmaschinen bewerten die Seite neu; Schwankungen in diesem Zeitraum sind erwartbar. Eingegriffen wird nur bei eindeutigen Befunden, etwa einer Seite, die aus dem Index verschwunden ist. Panikänderungen an Struktur oder Titeln verlängern die Phase, statt sie zu verkürzen.

  4. Woche 8: bilanzieren

    Jetzt lässt sich vergleichen, weil die Neubewertung im Wesentlichen abgeschlossen ist. Grundlage ist die Liste aus Phase 1: dieselben Seiten, dieselben Suchbegriffe, vorher gegen nachher. Was danach noch fehlt, ist kein Übergangseffekt mehr, sondern eine offene Aufgabe.

Zahlen & Fakten

Website-Relaunch: die Zahlen und Fristen im Überblick

  • Ein Website-Relaunch bezeichnet die grundlegende Neuentwicklung einer bestehenden Website in Struktur, Gestaltung und Technik unter derselben Domain – im Unterschied zum Redesign, das nur die Gestaltung ändert.
  • Eine fokussierte Firmenwebsite ist bei Staufenberg Advisory typischerweise in vier bis acht Wochen online; der häufigste Verzögerungsgrund ist nicht die Technik, sondern fehlende Inhalte.
  • Für einen Relaunch im deutschen Mittelstand liegen die Marktkorridore bei etwa 6.000 bis 18.000 € für eine fokussierte Firmenwebsite und bei 25.000 bis 90.000 € für einen Onlineshop, zuzüglich 150 bis 600 € im Monat für den laufenden Betrieb.
  • Damit die Sichtbarkeit erhalten bleibt, braucht jede alte Adresse eine dauerhafte 301-Weiterleitung auf die inhaltlich passende neue Seite; eine Sammelweiterleitung auf die Startseite wird von Suchmaschinen wie eine Fehlerseite behandelt.
  • Nach einem Relaunch ist ein Rückgang der Sichtbarkeit über zwei bis vier Wochen normal; hält er nach acht Wochen an, liegt ein Fehler vor.
  • Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025 für Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr gegenüber Verbrauchern; Angebote ausschließlich im B2B-Bereich und Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz sind davon ausgenommen.
  • Staufenberg Advisory hat die eigene Website am 1. August 2026 relauncht und dabei Redirect-Map, 301-Prüfung und Auswertung der Fehlerseiten aus dem Server-Log als festen Ablauf etabliert.
Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Website-Relaunch

Was ist ein Website-Relaunch?

Ein Website-Relaunch ist die grundlegende Neuentwicklung einer bestehenden Website unter derselben Domain: Struktur, Inhalte, Gestaltung und in der Regel auch die Technik werden neu aufgesetzt. Damit unterscheidet er sich von zwei benachbarten Vorhaben, die oft gleich benannt werden. Ein Redesign ändert nur das Aussehen und lässt Struktur und Adressen unberührt; es ist deutlich günstiger und für die Sichtbarkeit fast risikofrei. Eine Migration verlagert eine Seite technisch, etwa auf ein anderes System oder einen anderen Anbieter, ohne inhaltlich etwas zu ändern. Der Relaunch ist die aufwendigste der drei Varianten, weil er alle Ebenen anfasst, und die einzige, bei der Adressen wegfallen oder zusammengelegt werden. Genau daraus entsteht das Risiko, das den ganzen Ablauf bestimmt: Jede Adresse, die verschwindet, ohne dass ihr Nachfolger benannt ist, nimmt ihre Platzierung mit. Deshalb entscheidet die vollständige Liste der alten Adressen über den Erfolg und nicht der Entwurf.

Was kostet ein Website-Relaunch?

Für eine fokussierte Firmenwebsite mit rund acht bis fünfzehn Seiten liegen die üblichen Marktkorridore bei etwa 6.000 bis 18.000 €. Mit mehr Seiten, eigener Bildsprache, Mehrsprachigkeit oder angebundenen Systemen bewegt sich das Vorhaben in Richtung 18.000 bis 45.000 €. Ein Onlineshop beginnt in der Praxis bei etwa 25.000 € und reicht je nach Artikelzahl, Zahlungswegen und Anbindung an die Warenwirtschaft bis rund 90.000 €. Häufig zitierte Zahlen von 100.000 € und mehr stammen aus Konzern- und Plattformprojekten mit mehreren Marken und Freigabeprozessen; für den Mittelstand sind sie kein sinnvoller Maßstab. Zwei Posten fehlen in vielen Angeboten und entscheiden über die Gesamtrechnung: der laufende Betrieb mit 150 bis 600 € im Monat, der über fünf Jahre schwerer wiegt als die Erstellung, und die Texterstellung, wenn sie nicht im Haus geleistet werden kann.

Wie lange dauert ein Website-Relaunch?

Eine fokussierte Firmenwebsite ist typischerweise in vier bis acht Wochen online, größere Vorhaben mit Shop oder Systemanbindungen dauern entsprechend länger. Diese Spanne setzt allerdings voraus, dass die Inhalte verfügbar sind. Der häufigste Verzögerungsfaktor ist nicht die Technik, sondern der fehlende Text: Ein Relaunch, dessen Inhalte nebenbei im Tagesgeschäft entstehen sollen, dauert erfahrungsgemäß doppelt so lange wie geplant. Wer den Zeitplan halten will, hat zwei Möglichkeiten, und beide funktionieren: Jemand im Unternehmen blockt dafür feste Zeit, oder die Texterstellung wird mitbeauftragt. Nicht funktioniert die Annahme, es ergebe sich unterwegs. Rechnen Sie außerdem die Wochen nach dem Start mit ein: Bis Suchmaschinen die Seite neu bewertet haben, vergehen weitere zwei bis vier Wochen, in denen das Projekt noch Aufmerksamkeit braucht. Wer einen festen Termin hat, etwa eine Messe oder einen Produktstart, sollte den Go-live mindestens vier Wochen davor legen statt kurz danach.

Verliere ich beim Relaunch meine Google-Rankings?

Nicht zwangsläufig, aber es ist das realistischste Risiko des ganzen Vorhabens, und es entsteht fast immer aus derselben Ursache: Alte Adressen laufen ins Leere, weil niemand sie einzeln auf ihr neues Ziel geführt hat. Dagegen hilft eine vollständige Liste aller bestehenden Adressen, für jede eine dauerhafte 301-Weiterleitung auf die inhaltlich passende neue Seite und eine Prüfung jedes Eintrags vor dem Start. Zwei weitere Fehler wirken ähnlich stark: eine Sammelweiterleitung aller alten Adressen auf die Startseite, die Suchmaschinen wie eine Fehlerseite behandeln, und eine Indexierungssperre, die versehentlich aus der Testumgebung mitwandert. Ein Rückgang in den ersten zwei bis vier Wochen ist normal und kein Anlass für Eingriffe. Hält er nach acht Wochen an, liegt ein Fehler vor, und dann lohnt die Suche im Zugriffsprotokoll des Servers. Dort steht, welche Adressen tatsächlich aufgerufen werden und mit einer Fehlerseite antworten.

Warum reicht es nicht, die eigene Weiterleitungsliste zu prüfen?

Weil eine selbst erstellte Liste nur die Adressen enthält, an die man gedacht hat. Die wichtigsten alten Adressen sind häufig gerade die, die im Menü der alten Seite längst nicht mehr verlinkt waren: eine Unterseite, auf die ein Fachportal seit Jahren verweist, ein alter Beitrag, der bei einer bestimmten Frage gut platziert ist, eine Landingpage aus einer früheren Kampagne. Die verlässliche Quelle ist deshalb das Zugriffsprotokoll des Servers: Dort steht, welche Adressen tatsächlich aufgerufen werden und mit einer Fehlerseite antworten. Wir gehen bei eigenen Projekten so vor und haben es beim Umstieg dieser Website im August 2026 selbst gebraucht – drei Adressen liefen ins Leere, die in keiner Planung standen und die uns keine Prüfung der eigenen Liste gezeigt hätte. Praktisch heißt das: Das Protokoll wird nach Aufrufen mit Fehlerstatus durchsucht, die Treffer werden in Seiten, Dateien und Suchanfragen von Bots getrennt, und nur der erste Topf ist ein Befund.

Muss meine Website barrierefrei sein?

Das hängt davon ab, was Sie anbieten und wem. Seit dem 28. Juni 2025 verlangt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz Barrierefreiheit für Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr gegenüber Verbrauchern – also für Onlineshops, Apps und elektronische Kontaktmöglichkeiten im Geschäft mit Endkunden. Zwei Ausnahmen sind für den Mittelstand entscheidend: Angebote ausschließlich im B2B-Bereich fallen nicht darunter, und Dienstleister mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz sind ausgenommen. Die verbreitete Kurzfassung, ab Juni 2025 müssten alle Websites barrierefrei sein, ist in dieser Form also nicht richtig. Die technische Referenz ist die Norm EN 301 549, die auf die Erfolgskriterien der WCAG 2.1 verweist. Ob Ihr konkretes Angebot erfasst ist, gehört in die rechtliche Prüfung; wir beschreiben die Lage, ordnen aber keinen Einzelfall ein. Für die Planung heißt das: Klären Sie die Einordnung, bevor gestaltet wird, denn eine Nachrüstung kostet erfahrungsgemäß 15 bis 30 Prozent zusätzlich.

Lohnt sich Barrierefreiheit auch ohne Pflicht?

In den meisten Fällen ja, und zwar aus Gründen, die nichts mit dem Gesetz zu tun haben. Die Maßnahmen überschneiden sich fast vollständig mit dem, was eine Seite ohnehin besser macht: klare Überschriftenhierarchien, ausreichende Kontraste, beschriftete Formularfelder, Bedienbarkeit über die Tastatur, Alternativtexte für Bilder. Dieselbe Struktur, die einen Screenreader durch die Seite führt, hilft Suchmaschinen und KI-Assistenten beim Erfassen der Inhalte – der Aufwand zahlt zweimal. Dazu kommt der Kostenpunkt: Von Anfang an mitgedacht ist Barrierefreiheit ein Bestandteil der Gestaltung, nachträglich eingebaut kostet sie erfahrungsgemäß 15 bis 30 % zusätzlich, weil Vorlagen und Inhalte erneut angefasst werden. Wenn ein Relaunch ohnehin ansteht, ist es der günstigste Zeitpunkt, den es gibt. Und es gibt einen dritten Grund: Ein Teil Ihrer Kunden nutzt Vergrößerung, Tastaturbedienung oder Vorlesefunktionen, ohne das je zu erwähnen. Diese Anfragen fehlen einfach, und in keiner Statistik steht, warum.

Wie oft sollte man eine Website relaunchen?

Ein starrer Rhythmus ist der falsche Maßstab, auch wenn häufig von fünf bis sieben Jahren die Rede ist. Sinnvoller sind Auslöser: Das eingesetzte System bekommt keine Sicherheitsaktualisierungen mehr, die Seite ist auf dem Telefon nicht ordentlich bedienbar, jede inhaltliche Änderung erfordert einen Dienstleister, ein Shop oder eine Systemanbindung kommt dazu, oder die Struktur bildet das heutige Geschäft nicht mehr ab. Trifft keiner dieser Punkte zu, ist ein Relaunch verfrüht – dann bringen laufende Verbesserungen an Inhalten und Ladezeit deutlich mehr pro eingesetztem Euro. Trifft einer zu, hilft Abwarten nicht: Ein System ohne Aktualisierungen wird nicht sicherer, und eine Struktur, die das Geschäft nicht abbildet, lässt sich nicht durch mehr Unterseiten reparieren. Der pragmatische Prüftermin ist einmal im Jahr: Ladezeit, mobile Bedienbarkeit, Sicherheitsstand des Systems und die Frage, ob die Struktur noch zum heutigen Angebot passt. Vier Punkte, eine Stunde, und Sie wissen, ob das Thema ansteht.

Können wir den Relaunch mit unserem bestehenden Team machen?

Teilweise, und die Aufteilung entscheidet über den Zeitplan. Was im Unternehmen bleiben sollte, sind die Entscheidungen: welche Themen die Seite abdecken muss, welche Anfragen sie auslösen soll und welche Fachinhalte stimmen müssen. Das kann niemand von außen besser beantworten. Was regelmäßig unterschätzt wird, sind drei Aufgaben, die Übung erfordern: die vollständige Aufnahme des Adressbestands samt Weiterleitungen, die strukturierte Datenauszeichnung und die Prüfung nach dem Start. Genau dort entstehen die Fehler, die Monate später als Sichtbarkeitsverlust auffallen und dann schwer zuzuordnen sind. Eine praktikable Teilung ist deshalb: Inhalte und Fachentscheidungen im Haus, Struktur, Technik und die Prüfung nach dem Go-live extern – und ein gemeinsamer Termin in Woche acht, an dem bilanziert wird. Wichtig ist dabei nur eine Zuständigkeit: Eine Person im Unternehmen muss entscheidungsbefugt sein und erreichbar bleiben. Projekte mit vier Beteiligten, die alle mitreden und keiner entscheidet, dauern doppelt so lange wie solche mit einem klaren Ansprechpartner.

Kontakt

Kontakt: kostenloses Strategiegespräch zu Ihrem Relaunch

Innerhalb kurzer Zeit meldet sich ein geschulter Ansprechpartner – je nach Thema auch der Geschäftsführer persönlich. Das Erstgespräch dauert 30 Minuten. Sie nehmen eine Einschätzung zu Machbarkeit und Zeitrahmen sowie konkrete Optimierungsvorschläge mit – eine fertige Erstberatung, die Sie theoretisch auch zu Ihrem bisherigen Dienstleister tragen könnten. Wir liefern zuerst Wert, dann reden wir über Zusammenarbeit.

Erstgespräch anfragen

Ihr Thema hilft uns, gleich den richtigen Ansprechpartner einzubinden. Pflicht ist nur die E-Mail-Adresse.