Das Wissen hängt an wenigen Köpfen
Eine schlanke SAP-Organisation ist effizient, solange niemand ausfällt und niemand geht. Sobald doch, fehlt genau das Wissen, das nie aufgeschrieben wurde.
Die meisten SAP-Landschaften halten mehr Wissen zurück, als sie preisgeben: Custom Code ohne Beschreibung, Transporte ohne Historie, Konfiguration, die nur noch wenige erklären können. Eine KI-Anbindung hebt genau diesen Schatz – vorausgesetzt, die Leitplanken stimmen.
Eine KI-Anbindung an SAP bedeutet, dass ein KI-Assistent kontrolliert auf Inhalte der eigenen SAP-Landschaft zugreifen darf – typischerweise lesend auf Customizing, Systemtabellen und Eigenentwicklungen. Statt Screenshots und Exporte hin- und herzuschieben, arbeitet die Analyse direkt am tatsächlichen Systemstand. Der Zugriff wird über einen eigenen technischen Benutzer und die Berechtigungen des Systems begrenzt und protokolliert.
Eine schlanke SAP-Organisation ist effizient, solange niemand ausfällt und niemand geht. Sobald doch, fehlt genau das Wissen, das nie aufgeschrieben wurde.
Gewachsene Eigenentwicklungen ohne Beschreibung sind bei jedem Upgrade ein Risikoposten, der sich nicht seriös schätzen lässt.
Aktuelle SAP-Lizenzmodelle enthalten KI-Funktionen wie SAP Joule bereits. Ungenutzt sind sie bezahlte Leistung, die niemand abruft – meist, weil unklar ist, wofür sie taugen.
Der Reiz liegt nicht in der Technologie, sondern darin, was mit ihr sichtbar und planbar wird. Diese sechs Effekte nennen Verantwortliche in Gesprächen am häufigsten:
Custom Code, offene Transporte und über Jahre gewachsene Eigenentwicklungen lassen sich systematisch auswerten statt einzeln aufzurufen. Vor Upgrades, Releasewechseln und Migrationen ist das der Unterschied zwischen einer belastbaren Planung und einer Schätzung ins Blaue.
In vielen Landschaften ist dokumentiert, was zuletzt jemand Zeit hatte zu dokumentieren. Eine KI-gestützte Analyse erzeugt aus dem, was tatsächlich im System steht, technische Beschreibungen – und schließt damit die Lücke, die bei Audits, Onboardings und Wissensübergaben am teuersten wird.
Wer Fachkonzepte erstellt, prüft heute manuell gegen den Systemstand. Mit direktem, lesendem Zugriff auf Customizing und Code lässt sich beides zusammenbringen: Entwurf und Gegenprüfung im selben Arbeitsschritt, mit deutlich kürzeren Schleifen.
Der Nutzen entsteht nicht durch ein Werkzeug, sondern durch Menschen, die es beherrschen. Enablement gehört deshalb in jedes Vorhaben: Ihre Leute sollen die Analysen anschließend selbst fahren, statt für jede Frage wieder extern einzukaufen.
Wenn Zugriffe protokolliert und Auswertungen strukturiert abgelegt werden, entsteht ganz nebenbei die Dokumentationsstruktur, aus der sich Compliance-Nachweise ableiten lassen. In regulierten Umgebungen ist das kein Zusatznutzen, sondern die Voraussetzung dafür, dass das Thema überhaupt startet.
Ist der Zugang einmal sauber aufgesetzt, lassen sich weitere Anwendungsfälle andocken: Entwicklungsunterstützung, App-Entwicklung, Auswertungen entlang der Fertigung. Der erste Anwendungsfall zahlt die Grundlage, die folgenden werden deutlich günstiger.
Schildern Sie uns Ihre Ausgangslage. Nach dem Erstgespräch erhalten Sie innerhalb von fünf Werktagen eine unverbindliche Aufwandsindikation.
Die häufigste Ursache für enttäuschende Ergebnisse ist keine technische, sondern eine organisatorische: Es wurde nie festgelegt, welches Werkzeug wofür zuständig ist. Diese Einordnung hat sich als Ausgangspunkt bewährt:
| Aufgabe | Passendes Werkzeug | Warum |
|---|---|---|
| Customizing- und systembezogene Fragen im SAP-Standard | SAP Joule | Kennt den SAP-Kontext, ist in die Oberfläche eingebettet und oft bereits lizenziert. |
| Analyse über viele Objekte und Systemgrenzen hinweg | Allgemeiner KI-Assistent | Stark im Zusammenfassen, Vergleichen und Strukturieren großer Mengen an Code und Konfiguration. |
| Technische Dokumentation erzeugen und prüfen | Allgemeiner KI-Assistent | Formuliert aus Systeminhalten verständliche Beschreibungen und hält sich an Vorlagen. |
| Konzeption und fachliche Ausarbeitung | Allgemeiner KI-Assistent | Entwurf, Varianten und Gegenprüfung – auch außerhalb dessen, was der SAP-Standard kennt. |
| Bedienfragen und Alltagshilfe im System | SAP Joule | Direkt dort, wo die Anwender ohnehin arbeiten, ohne zusätzlichen Kontextwechsel. |
Der wirtschaftliche Nebeneffekt wird oft übersehen: Aktuelle SAP-Lizenzmodelle enthalten KI-Funktionen wie SAP Joule bereits. Wer sie nicht aktiviert, verschenkt bezahlte Leistung – und kauft im Zweifel an anderer Stelle etwas hinzu, das längst zur Verfügung stünde. Ein Blick in den eigenen Lizenzumfang gehört deshalb an den Anfang, nicht ans Ende.
Ob ein solches Vorhaben intern durchkommt, entscheidet sich selten am Nutzen und fast immer an der Frage, wie der Zugriff begrenzt ist. Diese sechs Festlegungen haben sich bewährt – gerade in regulierten Umgebungen:
Der erste Zugang liest, er schreibt nicht. Damit ist die Frage nach unbeabsichtigten Änderungen vom Tisch, bevor sie jemand stellt – und die Diskussion dreht sich um den Nutzen statt um Risiken.
Produktivsysteme bleiben zunächst außen vor. Der Erkenntnisgewinn ist in Entwicklung und Test praktisch derselbe, das Risiko ein anderes.
Für Transparenz über Code und Konfiguration braucht es weder Bewegungs- noch Stammdaten. Wer den Zugriff von vornherein darauf beschränkt, verkürzt jede Datenschutzdiskussion erheblich.
Die Einschränkung gehört in die Berechtigungen des Systems selbst, nicht in eine Vereinbarung darüber, was man nicht abfragen wird. Ein eigener technischer Benutzer macht Umfang und Verantwortung eindeutig.
Wer wann was gelesen hat, muss nachvollziehbar sein. Das schützt beide Seiten und ist in regulierten Umgebungen ohnehin gefordert.
Zwei Sätze pro Werkzeug, wofür es zuständig ist und wofür nicht. Ohne diese Festlegung nutzt jeder das, was er zuerst geöffnet hat, und die Ergebnisse werden beliebig.
Die Reihenfolge ist wichtiger als das Tempo. Wer mit dem Werkzeug beginnt statt mit dem Anwendungsfall, diskutiert am Ende über Technik statt über Ergebnisse:
Nicht „KI einführen“, sondern zwei bis drei konkrete Fragen, die heute Zeit kosten: Was steckt im Custom Code? Welche Transporte sind offen? Was fehlt an Dokumentation?
Technischer Benutzer, Datenklassifikation, Protokollierung, Systemgrenzen. Dieser Schritt entscheidet, ob das Vorhaben in der internen Freigabe durchkommt.
Der erste Anwendungsfall liefert Ergebnisse, an denen sich der Nutzen beurteilen lässt – bevor über eine Ausweitung gesprochen wird.
Prüfen, welche KI-Funktionen Ihre SAP-Lizenz bereits abdeckt, diese an echten Fragen erproben und schriftlich festhalten, welches Werkzeug wofür zuständig ist.
Betriebshandbuch, Hands-on-Schulung, klare Zuständigkeiten. Das Vorhaben endet nicht mit dem Zugang, sondern mit einem Team, das ihn selbst nutzt.
Ein Hersteller aus einem regulierten Umfeld betreibt seine S/4HANA-Landschaft im Cloud-Vertragsmodell, mit angebundener Entwicklungsplattform und einer bewusst schlank gehaltenen SAP-Organisation; die Basisadministration liegt bei einem externen Partner. Die Ausgangslage ist typisch: Über Jahre gewachsene Eigenentwicklungen, deren Wirkung niemand vollständig beschreiben kann, Dokumentation in Teilen, und über die SAP-Lizenz längst verfügbare KI-Funktionen, die nie jemand aktiviert hat.
Der Zuschnitt des Vorhabens folgt genau den Leitplanken oben: lesender Zugriff, zunächst nur Entwicklungs- und Testsystem, beschränkt auf Customizing, Systemtabellen und Code – keine Bewegungs- und keine Stammdaten, erzwungen über die Berechtigungen eines eigenen technischen Benutzers. Zugriffe werden protokolliert, die Auswertungen strukturiert abgelegt, sodass sich daraus die Nachweisstruktur für die Compliance-Anforderungen ableiten lässt. Hosting und Betrieb bleiben im Haus des Unternehmens.
Inhaltlich stehen drei Fragen am Anfang: Was steckt im Custom Code, welche Transporte sind offen, und wo fehlt technische Dokumentation? Parallel werden die über die SAP-Lizenz verfügbaren KI-Kapazitäten aktiviert und an echten Fragen erprobt, damit die Einsatzrichtlinie nicht am Schreibtisch entsteht, sondern aus der Nutzung. Den Abschluss bildet nicht die Technik, sondern das Enablement: Betriebshandbuch, Hands-on-Schulung und klare Zuständigkeiten, damit das interne Team die Auswertungen anschließend selbst fährt.
Der Punkt, auf den es ankommt: Der erste Anwendungsfall trägt die Grundlage. Ist der Zugang einmal sauber aufgesetzt und im Haus verstanden, sind weitere Themen – Unterstützung in der Entwicklung, eigene Anwendungen, Auswertungen entlang der Fertigung – eine Frage von Priorität, nicht mehr von Grundsatzentscheidungen.
Sie macht sichtbar, was in der Landschaft steckt: Custom Code, offene Transporte, gewachsene Konfiguration. Daraus entstehen belastbare Planungsgrundlagen für Upgrades und Migrationen, technische Dokumentation, die vorher fehlte, und deutlich kürzere Schleifen bei Konzeption und Prüfung. Der Nutzen liegt in der Transparenz, nicht in der Automatisierung von Buchungen.
Nein. Für Transparenz über Code und Konfiguration genügen Customizing- und Systeminformationen; Bewegungs- und Stammdaten bleiben außen vor. Diese Einschränkung sollte über die Berechtigungen eines eigenen technischen Benutzers im System selbst erzwungen werden, nicht über eine Absichtserklärung.
Ein lesender Zugriff auf Entwicklungs- und Testsysteme mit protokollierten Zugriffen und getrennten Berechtigungsstrukturen ist in regulierten Umgebungen darstellbar. Entscheidend ist, dass Zugriffe nachvollziehbar sind und die Auswertungen strukturiert abgelegt werden – daraus entsteht die Nachweisstruktur, die eine Prüfung verlangt. Die konkrete Bewertung trifft immer Ihre Qualitätssicherung.
Die Frage stellt sich nicht als Entweder-oder. SAP Joule spielt seine Stärke bei customizing- und systembezogenen Fragen im SAP-Kontext aus und ist in aktuellen SAP-Lizenzmodellen häufig bereits enthalten, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen. Allgemeine KI-Assistenten sind stärker, wenn über viele Objekte hinweg analysiert, dokumentiert oder konzipiert wird. Wichtig ist eine schriftliche Einsatzrichtlinie, die beides abgrenzt.
Mit zwei bis drei konkreten Fragen, die heute Zeit kosten, und mit dem Sicherheits- und Berechtigungskonzept. Gerade bei schlanken Organisationen zahlt sich Enablement aus: Das Ziel ist ein Team, das die Auswertungen anschließend selbst fährt, statt für jede Frage extern einzukaufen.
Der Aufwand hängt von der Zahl der Anwendungsfälle, den Anforderungen an Sicherheit und Nachweisführung sowie dem gewünschten Umfang des Enablements ab. Staufenberg Advisory liefert nach dem Erstgespräch innerhalb von fünf Werktagen eine unverbindliche Aufwandsindikation für Ihr Vorhaben.
Das lässt sich so gestalten. In vielen Vorhaben verbleiben Hosting und Betrieb der Komponenten beim Unternehmen selbst, während Konzeption, Einrichtung und Befähigung extern begleitet werden. Wer den Betrieb abgeben will, kann das ebenfalls vereinbaren – die Entscheidung sollte bewusst fallen und nicht nebenbei.
Zwischen Lagerverwaltung und echter Prozesssteuerung liegt mehr als ein Modulwechsel. Der Artikel erklärt, was SAP EWM gegenüber WM leistet, wann embedded und wann dezentral die richtige Variante ist und welche Vorarbeiten über den Projekterfolg entscheiden.
Artikel lesenAm 31. Dezember 2027 endet die Mainstream-Wartung für SAP ECC, und wer erst 2027 plant, kauft teuer ein. Der Fahrplan ordnet die Jahreszahlen 2027, 2030 und 2033 ein und rechnet rückwärts, wann Ihr Projekt starten muss.
Artikel lesenEin ERP ist selten das erste Digitalisierungsprojekt, aber meist das, das die anderen zusammenhält. Der Artikel zeigt, welche Prozesse ein ERP im Mittelstand tatsächlich verändert, welche Effizienzgewinne belastbar sind und woran Einführungen scheitern.
Artikel lesenInnerhalb kurzer Zeit meldet sich ein geschulter Ansprechpartner – je nach Thema auch der Geschäftsführer persönlich. Das Erstgespräch dauert 30 Minuten. Sie nehmen eine Einschätzung zu Machbarkeit und Zeitrahmen sowie konkrete Optimierungsvorschläge mit – eine fertige Erstberatung, die Sie theoretisch auch zu Ihrem bisherigen Dienstleister tragen könnten. Wir liefern zuerst Wert, dann reden wir über Zusammenarbeit.