Was gehört zur IT-Infrastruktur eines Unternehmens?
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Alle technischen Grundlagen, auf denen die Arbeit läuft: Internetanbindung, Netzwerk und WLAN, Firewall und Netztrennung, Identitäten samt Verzeichnisdienst, Endgeräte und ihre Verwaltung, Server oder bezogene Cloud-Dienste, Datenablage, Backup mit erprobter Wiederherstellung, Telefonie sowie Drucken und Scannen. Fachanwendungen wie ERP oder Warenwirtschaft setzen darauf auf und laufen nie besser als die Schichten darunter. Diese Reihenfolge erklärt einen Effekt, der in Unternehmen regelmäßig zu Fehlschlüssen führt: Wenn das ERP langsam ist, liegt die Ursache häufiger in der Internetanbindung, im WLAN oder in einem überlasteten Server als in der Anwendung selbst. Deshalb steht am Anfang jeder Beschwerde über eine Software die Frage, was unter ihr läuft. Zwei Bestandteile fehlen in den meisten Aufstellungen und sind später die teuersten: die Dokumentation der Umgebung und die Liste der Zugänge samt Administratorrechten. Ohne beides ist jede Änderung ein Risiko und jeder Anbieterwechsel eine Rekonstruktion.
Was kostet die IT-Infrastruktur für 25 Arbeitsplätze?
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Für ein Büro mit 25 Arbeitsplätzen an einem Standort liegt die Summe aus Lizenzen, Endgeräten, Netz und Firewall, Cloud-Diensten, Backup, Telefonie und laufender Betreuung erfahrungsgemäß bei rund 32.000 bis 65.000 € im Jahr. Der größte Posten ist die Betreuung, nicht die Technik, und die Spanne folgt vor allem der Frage, wie viel außerhalb des Standards betrieben wird. Staufenberg Advisory betreut Managed-IT-Umgebungen ab 19 € pro Nutzer und Monat, mit Störungsannahme rund um die Uhr ohne Aufpreis. Für die eigene Planung ist die Aufteilung wichtiger als die Gesamtsumme: Etwa die Hälfte entfällt üblicherweise auf Betreuung und Lizenzen, also auf laufende Kosten, die andere Hälfte auf Endgeräte und Netztechnik, die über vier bis sieben Jahre abgeschrieben werden. Rechnen Sie deshalb über fünf Jahre statt über ein Geschäftsjahr. Der wirksamste Hebel ist dabei Standardisierung, nicht der Einkaufspreis.
Cloud oder eigener Server: Was ist für ein KMU günstiger?
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Über die Laufzeit gerechnet gewinnt für die meisten mittelständischen Unternehmen die Cloud, weil die Anschaffung entfällt, Wartung und Erneuerung beim Anbieter liegen und die Kapazität monatlich angepasst wird. Der Vergleich darf aber nicht bei Kaufpreis gegen Monatsbetrag stehen bleiben: Zum eigenen Server gehören Wartung, Ersatzteile, Strom, Klimatisierung, Zugänge von außen und nach fünf bis sieben Jahren die nächste Investition in gleicher Höhe. Zwei weitere Posten tauchen in kaum einer Gegenüberstellung auf, entscheiden aber im Ernstfall: die Zeit, die eine Wiederherstellung nach einem Ausfall braucht, und die Frage, wer sie durchführt, wenn die zuständige Person nicht verfügbar ist. Bei der Cloud liegt beides beim Anbieter, im eigenen Haus bei Ihnen. Umgekehrt gehört zur Ehrlichkeit die Gegenrechnung: Bei sehr großen Datenmengen, die vor Ort entstehen, kann die Übertragung teurer werden als die Speicherung, und dann kippt der Vergleich.
Wann lohnt sich ein eigener Server noch?
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In vier Fällen: bei Echtzeitanforderungen zu Maschinen und Produktionsanlagen, bei Spezialsoftware, für die der Hersteller nur den lokalen Betrieb freigibt, bei regulatorischen oder vertraglichen Vorgaben zum Ort der Datenverarbeitung und bei großen Datenmengen, die vor Ort entstehen. Dann bleibt ein klar umrissener Bestand im Haus, während Verwaltung, E-Mail, Dateiablage und Telefonie außerhalb betrieben werden. Dieser gemischte Betrieb ist in der Praxis der häufigste Fall und ausdrücklich kein Kompromiss aus Unentschlossenheit, sondern die Folge einer nüchternen Prüfung je Anwendung. Wichtig ist dabei nur eines: Die Grenze muss dokumentiert sein. Wo niemand aufschreibt, welcher Dienst wo läuft und welche Abhängigkeiten dazwischen bestehen, entsteht über Jahre genau die gewachsene Landschaft, die später niemand mehr anfassen will. Wir legen diese Grenze deshalb schriftlich fest und prüfen sie bei jeder Erneuerung erneut, statt sie fortzuschreiben.
Wie oft muss IT-Infrastruktur modernisiert werden?
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Endgeräte werden üblicherweise nach vier bis fünf Jahren ersetzt, Netzwerkkomponenten, Firewalls und Server nach fünf bis sieben. Wichtiger als der Kalender sind drei Auslöser, die keinen Aufschub dulden: das Ende des Herstellersupports für ein Betriebssystem, eine Wiederherstellung, die nicht erprobt ist, und Zugänge von außen ohne zweiten Faktor. Alle drei haben dieselbe Eigenschaft: Sie verursachen keinen Ausfall, bis sie einen verursachen, und dann ist der Schaden vollständig. Deshalb sind sie keine Modernisierungsprojekte, sondern Instandhaltung. Beim Rest hilft eine einfache Regel: Ersetzen Sie gestaffelt statt gesammelt. Wer alle Geräte im selben Jahr kauft, muss sie im selben Jahr ersetzen, und das trifft die Liquidität. Ein Viertel des Bestands pro Jahr verteilt die Last, hält den Altersdurchschnitt stabil und macht die IT-Kosten über Jahre planbar statt sprunghaft. Der Altersdurchschnitt ist damit auch die einfachste Kennzahl für den Zustand Ihrer Ausstattung.
Womit beginnt eine Modernisierung der IT-Infrastruktur?
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Mit einer Aufnahme des Bestands, nicht mit einer Beschaffung. Erst wenn Geräte, Dienste, Lizenzen, Zugänge und Abhängigkeiten dokumentiert sind, lässt sich sagen, welcher Baustein tatsächlich bremst. Danach folgen Backup, Identitäten und Multifaktor-Anmeldung, dann Netz und Übergang nach außen, erst zuletzt Serverdienste und Endgeräte. Diese Reihenfolge verhindert, dass Sie zweimal für dieselbe Aufgabe zahlen. Der Grund ist einfach: Wer zuerst Geräte kauft und danach die Identitäten ordnet, richtet jedes Gerät zweimal ein. Und wer Serverdienste verlagert, bevor das Backup erprobt ist, hat im Zweifelsfall keinen Rückweg. Die Bestandsaufnahme selbst ist dabei keine große Sache: Für eine Umgebung mit 25 bis 50 Arbeitsplätzen ist sie eine Frage von Tagen, und sie ist unabhängig davon nützlich, ob Sie modernisieren – spätestens beim nächsten Anbieterwechsel brauchen Sie sie ohnehin, und dann ist sie unter Zeitdruck deutlich teurer zu erstellen.
Wie lange dauert die Modernisierung einer gewachsenen IT-Umgebung?
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Die Bestandsaufnahme ist eine Sache von Tagen, Backup und Identitäten sind je nach Ausgangslage in wenigen Wochen geordnet. Die Verlagerung von Dateiablage und Serverdiensten dauert bei 25 bis 50 Arbeitsplätzen üblicherweise zwei bis vier Monate, weil sie in Abschnitten mit Parallelbetrieb erfolgt. Ein Stichtag, an dem alles gleichzeitig umgestellt wird, ist ausdrücklich nicht das Vorgehen. Staufenberg Advisory führt solche Modernisierungen seit 2015 durch und legt die Abschnitte vorab fest, damit jeder Rückweg offen bleibt. Was den Zeitplan in der Praxis bestimmt, sind nicht die Umstellungen, sondern zwei andere Dinge: die Verfügbarkeit Ihrer Fachanwendungen, deren Hersteller mitunter eigene Freigaben und Termine verlangen, und Zeiten, in denen nicht umgestellt werden darf – Inventur, Jahresabschluss, Hochsaison. Diese Sperrzeiten nehmen wir vor der Planung auf, weil sie sich nicht verschieben lassen. Rechnen Sie außerdem mit einer Nachlaufphase von zwei bis vier Wochen, in der Anwender Fragen haben und Kleinigkeiten nachgezogen werden. Sie ist eingeplant und kein Zeichen eines Fehlers.
Ist die Cloud sicherer als ein Server im eigenen Haus?
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Sie ist anders angreifbar. Ein Rechenzentrum bietet Redundanz, physische Sicherheit und einen Patchstand, den kein Serverschrank im Büro erreicht. Dafür verschiebt sich das Risiko auf die Konten: Wer Zugangsdaten übernimmt, braucht keinen Zugang zum Gebäude. Mit Multifaktor-Anmeldung, einem Rechtekonzept nach Rollen und einem unabhängigen Backup der Cloud-Daten ist eine Cloud-Umgebung in der Regel deutlich besser geschützt als eigene Hardware im Haus. Der dritte Punkt in dieser Aufzählung wird am häufigsten übersehen: Ein Cloud-Anbieter sichert seine Infrastruktur, nicht Ihre Inhalte gegen eigene Fehler. Eine gelöschte Ablage oder eine verschlüsselte Datei ist auch in der Cloud gelöscht oder verschlüsselt, und die Aufbewahrungsfristen der Anbieter sind kürzer, als die meisten annehmen. Ein eigenes Backup der Cloud-Daten ist deshalb kein Misstrauen gegen den Anbieter, sondern die Absicherung gegen den Fall, den er vertraglich gar nicht abdeckt.