Welche Cloud-Telefonanlage ist die beste?
+
Es gibt keine beste Cloud-Telefonanlage, sondern eine, die zu Ihren Abläufen passt. Für Büros mit klassischen Telefonabläufen und 5 bis 250 Arbeitsplätzen sind spezialisierte Cloud-Anbieter wie Placetel oder sipgate meist die wirtschaftlichste Wahl. Läuft in Ihrem Unternehmen ohnehin alles über Microsoft Teams, lohnt die Prüfung von Teams Phone. Netzbetreiber sind sinnvoll, wenn Sie Leitung und Telefonie bei einem Vertragspartner bündeln wollen. Entscheidend sind Portierung, Support-Zuständigkeit und die Anbindung an Ihre Software, nicht die Länge der Funktionsliste. Eine vierte Frage kommt in der Praxis regelmäßig zu kurz und ist im Alltag die wichtigste: Wer verwaltet die Anlage, wenn ein Mitarbeiter dazukommt, eine Warteschleife geändert oder eine Ansage getauscht werden soll? Bei Selbstverwaltung muss jemand im Haus dafür zuständig sein und bleiben. Wird die Anlage über einen Partner betreut, ist die Änderung ein Anruf. Beides funktioniert, aber die Entscheidung darüber gehört vor die Auswahl des Anbieters und nicht danach.
Was kostet eine Cloud-Telefonanlage pro Monat?
+
Die Nutzer-Lizenzen liegen am deutschen Markt zwischen etwa 5 und 30 € pro Nutzer und Monat, je nach Funktionsumfang. Dazu kommen einmalig die Einrichtung samt Rufnummern-Portierung, gegebenenfalls Endgeräte und die verbrauchsabhängigen Gesprächskosten für Mobilfunk und Ausland. Bei Staufenberg Advisory sind Einrichtung und laufende Betreuung Teil des Managed-IT-Pakets; was das für Ihre Mitarbeiterzahl bedeutet, rechnen wir im kostenlosen Erstgespräch vor. Beim Vergleich von Angeboten lohnt der Blick auf drei Positionen, die den Monatspreis relativieren. Erstens die Zahl der parallelen Gespräche, die eine Lizenz erlaubt – manche Tarife rechnen sie getrennt ab. Zweitens die Vertragslaufzeit, die bei sehr günstigen Nutzerpreisen häufig 24 Monate beträgt. Drittens die Gesprächskosten in Mobilfunknetze, die bei telefonintensiven Betrieben den Lizenzpreis übersteigen können. Rechnen Sie deshalb über zwölf Monate und nicht pro Nutzer, und nehmen Sie eine typische Monatsrechnung Ihres heutigen Anschlusses als Vergleichsgrundlage.
Placetel oder sipgate: Was ist besser?
+
Beide sind deutsche Anbieter mit Betrieb in Deutschland, sie zielen aber auf unterschiedliche Situationen. sipgate ist stark, wenn ein kleines Team seine Telefonie selbst verwalten will und mit überschaubaren Anlagenfunktionen auskommt. Placetel bietet den tieferen Anlagenkern mit Warteschleifen, Zeitsteuerung und Teams-Anbindung und wird überwiegend über Partner eingerichtet und betreut. Als Placetel-Partner haben wir hier eine offengelegte Präferenz; bei Teams mit unter zehn Personen und einfachen Abläufen empfehlen wir trotzdem regelmäßig die schlankere Lösung. Die Entscheidung lässt sich auf eine Frage zuspitzen: Brauchen Sie Anlagenlogik? Damit ist gemeint, was passiert, wenn niemand abnimmt – Warteschleife, Weiterleitung nach Zeitplan, andere Ansage außerhalb der Öffnungszeiten, Gruppenrufe nach Reihenfolge. Wer diese Abläufe braucht, ist mit dem tieferen Anlagenkern besser bedient. Wer im Wesentlichen erreichbar sein will und eine Mobilbox akzeptiert, zahlt für den Rest mit und verwaltet Funktionen, die niemand nutzt.
Können wir unsere Rufnummern mitnehmen?
+
Ja, bestehende Rufnummern lassen sich in aller Regel vollständig portieren, einzelne Nummern ebenso wie ganze Rufnummernblöcke. Wichtig ist die Reihenfolge: Erst die Portierung beauftragen und den Termin bestätigen lassen, dann den alten Vertrag kündigen. Staufenberg Advisory übernimmt den kompletten Portierungsprozess mit dem bisherigen Anbieter; für Ihre Kunden ändert sich nichts. Drei Stolpersteine sind uns dabei so oft begegnet, dass sie zur Standardprüfung gehören. Erstens muss der Anschlussinhaber im Portierungsauftrag genau so heißen wie im alten Vertrag – eine geänderte Firmierung oder ein Rechtsformwechsel lässt die Portierung scheitern. Zweitens werden Rufnummernblöcke in der Regel vollständig portiert; einzelne Nummern herauszulösen ist nicht überall möglich. Drittens braucht ein Umzug an einen anderen Standort mitunter eine eigene Prüfung, weil Ortsnetzkennzahlen an das Vorwahlgebiet gebunden sind. Wir prüfen diese drei Punkte vor dem Auftrag, weil eine gescheiterte Portierung den Termin um Wochen verschiebt.
Was passiert bei einem Internetausfall?
+
Die Anlage selbst läuft im Rechenzentrum weiter, eingehende Anrufe gehen also nicht verloren. Voraussetzung ist eine hinterlegte Ausweichregel, die Anrufe bei fehlender Verbindung automatisch auf Mobilgeräte oder eine Ersatznummer leitet. Diese Regel wird bei der Einrichtung festgelegt und sollte einmal getestet werden, statt im Ernstfall zum ersten Mal zu greifen. Wichtig ist die Unterscheidung: Eingehende Anrufe sind über die Ausweichregel abgesichert, ausgehende brauchen ein zweites Netz – in der Praxis das Mobilfunknetz über die App auf dem Smartphone, die dieselbe Rufnummer nach außen zeigt. Wer auf Erreichbarkeit angewiesen ist, sollte zusätzlich eine Ausweichverbindung für den Standort prüfen, etwa über Mobilfunk. Und ein Notruf verdient eigene Aufmerksamkeit: Er ist von der hinterlegten Standortadresse abhängig, die deshalb bei jedem Umzug nachgezogen werden muss – auch bei einem Umzug innerhalb desselben Ortes. Diese Angabe gehört in die Übergabe an den Betrieb.
Lohnt sich eine Cloud-Telefonanlage für 5 Mitarbeiter?
+
Ja, gerade für kleine Teams, weil keine Anlage gekauft und gewartet werden muss und nur die tatsächlich genutzten Lizenzen bezahlt werden. Ein Fünf-Personen-Büro bekommt damit Funktionen, die früher Großunternehmen vorbehalten waren: Warteschleifen, Zeitsteuerung, Homeoffice-Anbindung und professionelle Ansagen. Wächst das Team, wachsen die Lizenzen mit, und beim Schrumpfen ebenso – das ist der eigentliche Vorteil gegenüber einer gekauften Anlage, die für die maximale Ausbaustufe bezahlt wird. Für ein Fünf-Personen-Büro fällt außerdem ein Posten weg, der bei gekauften Anlagen regelmäßig unterschätzt wird: Wartung und Erneuerung. Eine Anlage im Haus braucht Aktualisierungen, jemanden, der sie einspielt, und nach einigen Jahren einen Nachfolger. Bei fünf Arbeitsplätzen lohnt sich für diese Arbeit keine eigene Zuständigkeit, und genau deshalb bleibt sie in kleinen Betrieben erfahrungsgemäß liegen, bis ein Ausfall sie erzwingt. Genau das entfällt bei einer Anlage aus dem Rechenzentrum.
Brauchen wir für eine Cloud-Telefonanlage neue Telefone?
+
Nicht zwingend. Viele Teams telefonieren über Headset am Computer oder per App auf dem Smartphone und verzichten vollständig auf Tischtelefone. Wer klassische Geräte bevorzugt, kann kompatible IP-Telefone weiterverwenden. Klassische ISDN- und Analogtelefone lassen sich nur über Zusatzgeräte einbinden und lohnen sich in der Regel nicht mehr. Zwei Sonderfälle sind trotzdem zu bedenken, weil sie im Betrieb überraschen. Erstens Geräte, die kein Telefon sind, aber am Anschluss hängen: Türsprechstellen, Aufzugsnotruf, Alarmanlagen und Frankiermaschinen. Sie werden bei einer Umstellung regelmäßig vergessen und brauchen entweder einen Adapter oder eine eigene Lösung. Zweitens vorhandene IP-Telefone: Weiterverwenden ist möglich, verlangt aber die Freigabe des Anbieters für das Modell. Wir nehmen diese Geräte vor der Umstellung auf, statt sie am Umschalttag zu entdecken. Ein Aufzugsnotruf, der nach der Umstellung nicht funktioniert, ist kein Schönheitsfehler.
Wie lange dauert die Umstellung auf eine Cloud-Telefonanlage?
+
Die technische Einrichtung ist meist innerhalb weniger Tage abgeschlossen. Den Zeitplan bestimmt die Rufnummern-Portierung, die je nach bisherigem Anbieter mehrere Wochen Vorlauf braucht. Rechnen Sie insgesamt mit vier bis acht Wochen von der Entscheidung bis zur Umschaltung. Ihre alte Lösung bleibt in dieser Zeit aktiv; einen Tag ohne Telefon gibt es nicht. Zwei Hinweise zur Reihenfolge, weil hier die meisten Verzögerungen entstehen. Erstens: Kündigen Sie den alten Vertrag erst, wenn der Portierungstermin bestätigt ist – eine Kündigung ohne bestätigte Portierung führt im schlechtesten Fall zum Verlust der Rufnummer. Zweitens: Der Umschalttag sollte kein Montag und kein Tag vor einem Feiertag sein, damit bei Rückfragen alle Beteiligten erreichbar sind. Wir legen den Termin bewusst auf einen Vormittag in der Wochenmitte und begleiten die Umschaltung, bis der erste Anruf in beide Richtungen nachweislich durchgegangen ist.